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Warum der italienische McDonald’s-Burger ein Vorbild für deutsche Imbisse ist

orno aus Neapel: Wie der niederländische Food-Blogger Eke Bosman, besser bekannt als @snackspert, auf FavorFlav berichtet, serviert McDonald's in Italien einen Burger, der in den Niederlanden für…

aktualisiert 13. September 2026

Warum der italienische McDonald’s-Burger ein Vorbild für deutsche Imbisse ist

orno aus Neapel: Wie der niederländische Food-Blogger Eke Bosman, besser bekannt als @snackspert, auf FavorFlav berichtet, serviert McDonald's in Italien einen Burger, der in den Niederlanden für Sehnsucht sorgt – und auch in deutschen Imbiss-Küchen für Gesprächsstoff taugt.

Was den Motasio-Burger ausmacht

Der „Motasio DOP & pancetta burger" aus einer McDonald's-Filiale in Neapel kostet nach Bosmans Angaben 6,70 Euro und setzt auf eine ungewöhnliche Schichtung: Eine Käsescheibe wird in Panade eingehüllt, darüber liegt eine Pancetta-Scheibe, die der Blogger als leicht zäh beschreibt. Den eigentlichen Star sieht der Snackspert allerdings in der Zwiebel-Apfel-Sauce obendrauf – eine süße Kombination, die er bei McDonald's in dieser Form noch nie erlebt hat und die er als echte Entdeckung beschreibt. Vier Sterne vergibt er für das „wirklich schöne" Ergebnis, mit der klaren Ansage an die niederländische McDonald's-Kette: Da könnte man sich mal eine Scheibe abschneiden.

Warum das für die Theke zählt

Was wie ein Fast-Food-Kuriosum wirkt, ist in Wahrheit ein kleiner Weckruf für jede Imbissbude zwischen Ruhr und Förde. Panierter Käse ist in jeder Küche machbar, Pancetta vom Metzger dünn aufgeschnitten bringt mehr Aroma als die Kühlregal-Variante, und die Kombination aus Zwiebel und Apfel passt genau in die deutsche Vorliebe für süßlich-würzige Saucen an der Theke. Wer ohnehin mit Haus-Saucen arbeitet, hat hier einen Ansatz für ein eigenes Signature-Topping – eines, das die Karte nicht sprengt und in der Vorbereitung kaum mehr Aufwand bedeutet als ein klassischer Bacon-Burger. Und ehrlich: Wenn selbst McDonald's einen solchen Burger für 6,70 Euro serviert, ist das auch für die eigene Preisgestaltung eine brauchbare Messlatte.

So gelingt der Nachbau an der Theke

Damit der Käse im Mantel nicht durchweicht, vorher gründlich trocknen und doppelt panieren – erst Mehl, dann Ei, dann Paniermehl, am besten noch einmal durch Ei und Paniermehl. Pancetta aus der Selbstbedienungstheke schmeckt häufig zu salzig und zu flach; beim Metzger des Vertrauens eine dünn geschnittene Variante besorgen und kurz in der Pfanne kross ziehen. Die Zwiebel-Apfel-Sauce lässt sich gut auf Vorrat ziehen, weil Apfel und Zwiebel von Natur aus haltbar sind – am Vorabend ansetzen, am nächsten Tag durch ein Sieb streichen, fertig ist der Dip. Wer den „Motasio" als Wochen-Special testet, sammelt Erfahrung, ohne die Stammkarte umzubauen, und die Stammkundschaft darf mitraten, ob der Italiener es dauerhaft auf die Karte schafft.

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