Vegane Trends in der Systemgastronomie: Von Hafermilch bis Shiitake-Burger
Laut dem Branchenportal Green Queen Media gibt es derzeit einen In-App-Coupon für den Iced Strawberry Matcha Latte mit Alpro-Hafermilch – dazu gibt es offenbar auch co-brandete Sportsocken.

Alpro und McDonald's: Hafermilch-Collaboration mit App-Coupon in Deutschland
Wer in Deutschland regelmäßig zu McDonald's geht, hat das vielleicht schon im App-Fenster gesehen: Alpro, der Pflanzenmilch-Riese im Besitz von Danone, hat seine Kooperation mit der Fastfood-Kette ausgeweitet. Laut dem Branchenportal Green Queen Media gibt es derzeit einen In-App-Coupon für den Iced Strawberry Matcha Latte mit Alpro-Hafermilch – dazu gibt es offenbar auch co-brandete Sportsocken. Klingt kurios, ist aber ein klares Signal: Pflanzenmilch in der Drive-in-Theke ist längst kein Nischenprodukt mehr.
Für Imbiss-Betreiber, die mit Laktosefreien oder veganen Optionen liebäugeln, zeigt das: Die großen Ketten normalisieren Hafermilch im Standard-Sortiment. Wer im eigenen Betrieb noch gar keine Alternative zu Kuhmilch im Kaffee- oder Milchshake-Angebot hat, überholt langsam der Zug.
Leon zeigt den Love Burger: Shiitake-Patty aus Australien
Spannend für alle, die an der Burger-Kultur kratzen: Die britische Restaurantkette Leon hat mit dem australischen Pilz-Spezialisten Fable Food den sogenannten Love Burger entwickelt. Das Herzstück ist ein Patty aus Shiitake-Pilzen, garniert mit veganer Käsealternative, Eisbergsalat, Tomate, Gurke und einer Signature-Sauce. Shiitake statt Soja – das ist eine andere Geschmacksrichtung als die üblichen Erbsenprotein-Patties und könnte für Imbisse, die eigene Burger kreationen entwickeln wollen, ein interessanter Rohstoff sein.
Pilz-basierte Patties haben eine natürliche Umami-Note, die herkömmliche vegane Burger oft erst über Aromen und Würzmischungen simulieren müssen. Fable Food nutzt die Struktur ganzer Pilze statt isoliertes Protein – das verspricht mehr Biss und weniger „Industriegeschmack". Ob sich das für die hiesige Szene eignet, hängt vom Lieferanten ab. Aber die Richtung stimmt.
Vegane Hospitality und das Thema Convenience
Das Nachrichten-Rundschau-Paket von Green Queen Media reißt noch weitere Trends an, die für die Imbiss-Szene relevant sind: In Großbritannien meldet der pflanzliche Fleischhersteller This ein Umsatzwachstum von 19 Prozent über zwölf Monate, in den letzten vier Wochen sogar 28 Prozent – verglichen mit dem Vorjahr. In Frankreich ist HappyVore bereits zweimal so groß wie Nestlés Fleischalternativ-Geschäft und hält über ein Viertel des Marktes.
Das sind keine abstrakten Zahlen aus der Start-up-Welt, sondern Hinweise darauf, dass pflanzliche Optionen im Quick-Service-Bereich wirtschaftlich funktionieren – vorausgesetzt, das Produkt sitzt. Für Imbiss-Besitzer, die über eine Erweiterung des Angebots nachdenken, lohnt ein Blick auf die aktuelle Generation: fermentierte Zutaten wie das Févercoat von Green Spot Technologies, das in Eiscreme steckt, oder proteinangereicherte Haferdrinks, wie sie Earth's Own in Kanada jetzt rausbringt. Die Technologie schreitet voran, die Preise werden kommen.
Was es für den Alltag bedeutet: Nicht jede Trendwelle erreicht den Imbiss an der Ecke. Aber wer jetzt die Lieferanten checkt, Shiitake- oder Pilzpatties testet und Hafermilch als Alternative im Kühlregal stehen hat, ist vorbereitet – nicht weil es hip ist, sondern weil Gäste zunehmend danach fragen.