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Vom Restaurant ins Kühlregal: Wie Smash Burger den Einzelhandel erobern

Wenn ein US-Sender wie kttc.com in seiner Reihe „Midwest Access" den Smash Burger des Wildwood Sports Bar & Grill in den Mittelpunkt stellt, erzählt das eine Menge über den Stand der internationalen Burger-Kultur.

aktualisiert 18. September 2026

Vom Restaurant ins Kühlregal: Wie Smash Burger den Einzelhandel erobern

Wildwood Sports Bar & Grill: Smash Burger zwischen Restaurant und Kühlregal

Der Trend, der in amerikanischen Sportbars groß geworden ist, erreicht inzwischen die Supermarkt-Regale: Wie das australische Fachmagazin Retail World Magazine berichtet, hat die Restaurantkette Grill'd ihre neuen „Sweet & Smoky Beef Burgers" exklusiv bei Coles gestartet – ein weiterer Beleg dafür, wie fließend die Grenze zwischen Restaurant und Lebensmittelhandel inzwischen geworden ist.

Was in der Packung steckt

Laut Retail World Magazine liefert jede 460-Gramm-Packung vier Premium-Patties mit 22 Gramm Protein und weniger als 3 Gramm Zucker pro Stück. Das Rindfleisch stamme zu 100 Prozent von australischem Weidevieh, grasgefüttert, ohne Hormone und Antibiotika, glutenfrei. Grill'd-Gründer und Managing Director Simon Crowe erklärte dem Magazin zufolge, das wachsende Sortiment spiegele den Wunsch der Kundschaft wider, Grill'd nicht nur im Restaurant, sondern auch zu Hause zu genießen. Die Restaurant-Philosophie bleibe das Herzstück, so Crowe, doch der Ausbau über mehrere Vertriebswege schaffe Zugänglichkeit und Bequemlichkeit. Der Preis für die 4er-Packung „Sweet & Smoky" liege nach Angaben des Magazins bei 13 australischen Dollar.

Gastro-Brands im Supermarkt – wohin die Reise geht

Der Coles-Launch ist kein Einzelfall. Grill'd ist nach Darstellung des Magazins bereits seit August 2025 mit mehreren Burger-Linien bei Coles vertreten – angefangen bei Signature Beef Burgers im 2er- und 4er-Pack sowie Premium Wagyu Burgers mit karamellisierter Zwiebel. Es folgte eine limitierte Oscar-Piastri-Wagyu-Edition und im Mai sieben eigene Saucen-Linien. Schritt für Schritt wird aus dem Restaurant-Konzept ein Markenhaus. Auch in anderen Märkten deutet die Richtung auf wachsende Smash-Begeisterung: Das Miami New Times kündigt einen neuen Smash-Burger-Spot mit Miami-Flair im Stadtteil Brickell an, und news.com.au hat nach eigenen Angaben die Smash-Burger-Patties aus dem Coles-Sortiment bereits verkostet.

Was Imbiss-Betreiber und Burger-Fans im Blick behalten sollten

Für deutsche Straßenküche und klassische Burger-Buden lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Drei Punkte, die aktuell zählen:

  • Rohstoff-Qualität schlägt Werbeversprechen: Grill'd wirbt mit Weidefleisch, ohne Hormone, glutenfrei und klar deklarierten Nährwerten. Wer in der eigenen Küche oder am Tresen mitmischen will, sollte die Lieferkette kennen und sich nicht nur aufs Etikett verlassen.
  • Der „Restaurant-zu-Retail"-Kanal ist eröffnet: Sobald eine Marke den Sprung ins Kühlregal schafft, verändert sich die Erwartung der Gäste. Der nächste Gang zum Imbiss wird mit dem Supermarkt-Einkauf verglichen – Pattys, Saucen, Beilagen inklusive. Wer zu Hause schon mit „fast-Gastro-Qualität" übt, legt die Messlatte hoch.
  • Smash bleibt ein Handwerk: Ob in einer US-Sportsbar vor laufender Kamera oder am heimischen Grill – ohne heißes Eisen, kurze Presse und krosse Kruste wird aus dem Smash-Produkt schnell ein gewöhnlicher Fladen. Wer die Technik beherrscht, kann auch mit Retail-Pattys überzeugen.

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